| .. im Ruhestand | Cellani Abessinier |
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| Ch. Jodie of Wonderlove Abessinier sorrel, kastriert * 11. Dezember 1997 aus der Zucht von Doris Angermund, Neuss Stammbaum/Pedigree |  |
Kennen Sie das? Sie schauen jemandem ins Gesicht und meinen, denjenigen schon lange zu kennen, so als sei derjenige über eine unsichtbare Schwelle direkt ins Innerste getreten? Genauso war das mit Jodie. Als ich sie zu den Cellani Abessinier Katzen nach Berlin holte im Frühling 1998, schnurrte sie sich im Nu in unsere Herzen.
Ihren schon in der Kindheit deutlich eigenwilligen Charakter bewahrte sie natürlich! Gerade dieser ließ sie unverwechselbar sein, so unverwechselbar wie ihre wache Intelligenz, ihr gelassenes In-sich-selbst-Ruhen, ihr Witz beim Spiel, ihre hingebungsvolle Schmuserei und ihre freundschaftliche Kessheit meiner damals 6jährigen Tochter und den beiden alten Katzenherren gegenüber, Cellani’s Cupro Bakis und Bastis Aby Ras-Cal. Die drei verstanden sich ausnehmend gut.
Am 30.12.1999 brachte Jodie ihren ersten und einzigen Wurf in der Cellani Cattery zur Welt, für den als Vater der wildfarbene Kater Clarion’s Montage verantwortlich zeichnete. - Ein Dankeschön an dieser Stelle an Barbara Triechelt, die mir Monti für Jodie zur Verfügung stellte. - Aus diesem Wurf blieben die beiden Mädchen Cellani Siena Viola und Cellani Cupra Villanella bei uns. Als diese jedoch das Teenager-Alter erreicht hatten, war Jodie mit deren Existenz bei uns ganz und gar nicht mehr einverstanden. Sie sollten gefälligst ihr Bündel schnüren und sich etwas Eigenes suchen! Leider war die Harmonie dahin, und so lebt Jodie heute als Einzelkatze, ohne fremde Götter neben sich, bei einem älteren Ehepaar in Berlin und scheint rundum glücklich.
 | Ch. Cellani Siena Viola Abessinier wildfarben, kastriert 30. 12.1999 bis 18.11.2011 Link auf Stammbaum |
Viola, meine schöne, sanfte, wildfarbene „erste-Wahl-Tochter“ von Jodie of Wonderlove und Clarions's Montage wuchs unbeschwert und fröhlich zusammen mit ihrer Wurfschwester Cellani Cupra Villanella zu einer ebenso ausnehmend schönen erwachsenen Abessinier heran. Sie mochte es, ausgestellt zu werden, und nahm am Leben – dem menschlichen und kätzischen – immer intensiv und sensibel teil.
Als sie im Frühjahr 2001 trächtig war, erkrankte sei leider sehr schwer, zog sich ganz in sich selbst und ihre Gesundung zurück. Ihre drei Kinder mussten per Kaiserschnitt geholt werden. Leider waren sie wenige Stunden zuvor alle gestorben. Viola wurde kastriert, denn ich wollte ihr ein Ähnliches nicht noch einmal zumuten.
Eigentlich hatte ich gehofft, sie könnte als Kastratin bei den Cellani Abessinier Katzen zufrieden leben. Doch unserem Dali war sie ein Dorn im Auge, .. das ideale Opfer für anfangs kleine und später größere Machtspielchen, an denen sich leider auch ihre Schwester Nelli beteiligte.
So suchte ich schließlich für sie doch ein Heim ohne andere Katzen. Sie fand dieses bei einer Dame in Berlin, bei der sie wieder die fröhliche und verspielte Katze von einst wurde. Leider war dieser warmherzigen, strahlenden Katze kein langes Leben beschieden. Am 18. November 2011 ging sie, nach zwei geschenkten Jahren nach einer schweren Krebsoperation, über die Regenbogenbrücke.
Xibati entstammt dem bislang noch einzigen Wurf mit verdünnten Farben bei den Cellani Abessiner Katzen in Berlin und stellte zusammen mit zwei weiteren fawnfarbenen und einem blauen Geschwister die Verdünnungsträgerschaft ihrer Mutter Cellani Cupra Wedadewi unter eindeutigen Beweis.
An dieser Stelle ein Dankeschön an Ingrid Stredl, die mir ihren schönen Kater Saynday’s Charly Python für meine Dewi zur Verfügung stellte. Neben Größe, Typ und liebem Wesen hatte er auch eine wunderbar intensive Farbe zu bieten, die auch alle seine Kinder mit Dewi auszeichnete.
Daneben bestach Xibati durch ihre besondere Intelligenz. Als vollends überzeugend erwies sich die Sache mit den Kaninchenpfoten: Stets am späten Abend verschwanden diese auf unerklärliche Weise, um am nächsten Morgen wie durch Geisterhand wieder zum Vorschein zu kommen. Ganz durch Zufall entdeckte ich sie dann eines Abends alle nebeneinander aufgereiht auf einem hohen Regalbrett. Wie waren sie dorthin gelangt? Am nächsten Abend legte ich mich auf die Lauer: Da räumte Xibati die Kaninchenpfoten doch tatsächlich peu à peu weg, eine nach der anderen im Maul nach oben tragend und beim Fallenlassen mit ihrer linken Pfote geschickt ins Regal kickend!
Oft liegen jedoch, wie man so sagt, Genie und Wahnsinn dicht beieinander. Für die Kinder ihres ersten und einzigen Wurfes erwies sie sich als überaus schlechte Mutter, der es auch nach Abgabe der Kleinen nicht gelang, einigermaßen friedfertig mit den anderen Katzen auszukommen.
So lebt Xibati jetzt in einer riesigen Berliner Dachterrassenwohnung bei einem Fotografen, der für eine große Modezeitschrift arbeitet. Hier ist sie die Schönste der Schönen! ... Und das Aufräumen ihrer Kaninchenpfoten praktiziert sie natürlich noch immer.